KINDLE - Gedanken zum digitalen Buch (#3 - Nach eBooks suchen)


Teil 3 - Nach eBooks suchen

Liebe Altmarkkrimifreunde,
dieses Thema ist relativ kurz zu behandeln. Es gibt prinzipiell nur zwei unterschiedliche Arten wie Sie sich eBooks für Ihren Reader besorgen können. Einmal die Komfortlösung: Einen Internetshop Ihrer Wahl aufsuchen und dort kostenlose bzw. kostenpflichtige Bücher aussuchen und herunterladen. Das funktioniert im Prinzip ähnlich, als wollten Sie ein normales Buch erwerben. Beim Kauf auf Amazon ist es sogar besonders einfach, da Sie mit nur einem Knopfdruck das eBook auf Ihr Kindle bzw. eine Kindle-App schicken können. 

Der zweite Weg ist etwas schwieriger: Sie erstellen das eBook selbst, z.B. mit calibre. Zu diesem Umweg sind Sie manchmal gezwungen, wenn das gewünschte eBook nicht im Format Ihres Readers verfügbar ist. Sie merken, dass Sie sich mit den eBook-Formaten etwas auskennen sollten. Das Kindle benutzt von Hause aus leider nicht das ansonsten in Deutschland sehr verbreitete EPUB-Format, welches von fast allen anderen Readern benutzt wird. Wollen Sie für Ihr Kindle ein eBook z.B. von Libri.de erwerben, achten Sie darauf, dass es entweder als PDF oder ungeschütztes EPUB von Ihnen erworben wird. Danach können Sie es mit calibre von EPUB in Mobi wandeln. Suchen Sie im calibre-Programmpunkt "Bücher konvertieren" das Eingabeformat EPUB und das Ausgabe-Format Mobi aus und drücken auf den Knopf "eBook erstellen". In den meisten Fällen brauchen Sie sich nicht durch die recht umfangreichen Formateinstellungen des Programms zu quälen. Wenn Sie Ihr Kindle dann per USB an den Rechner anschließen, erkennt calibre das Gerät und Sie können das Buch sofort auf Ihr Lesegerät schicken. Nach ein paar Übungen werden Sie diesen Prozess spielend beherrschen. Ist das eBook allerdings mit DRM geschützt, gibt es die Möglichkeit zur Wandlung nicht. In diesem Falle müssen Sie nach einem anderen Buch suchen oder die Papiervariante des Buches lesen.

Das Thema heißt doch nach "eBooks suchen" und hier kommen einem auch sofort  Suchmaschinen wie Google in den Sinn. Google hat sich zum Ziel gesetzt, alle Bücher der Welt zu digitalisieren und Ihnen, wenn es keine Inhaber der Rechte an den Werken mehr gibt, auch kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das Einstiegsportal für dieses Projekt ist http://books.google.com/books. Probieren Sie es ruhig einmal aus. Bestimmt werden Sie staunen, wie viele Bücher es schon in englischer Sprache gibt. Die Bücher können Sie sofort lesen. Entweder mit den Google-Apps oder Sie laden die Dateien als PDF oder EPUB herunter. Ich finde, dass EPUB Ausgangsdateien die schöneren eBooks auf dem Kindle erzeugen. Aber auch PDFs werden nach der Wandlung meist gut lesbar sein. Von der Möglichkeit, die eBooks gleich im PDF-Format zu lesen, sollten Sie absehen, da damit die tollen Schriftskalierungsfunktionen außer Kraft gesetzt werden. Sie müssten dann jede einzelne Seite vergrößern und mit der Cursor-Steuerung durch die Seite navigieren. Wenn Sie einen Buchtitel in einer Suchmaschine eingeben, stoßen Sie zwangläufig auch auf die vielen illegalen Möglichkeiten das Buch herunter zu laden. Nach Musik und Film sollen die eBooks mittlerweile auf einem der vorderen Plätze der illegalen Downloads liegen. Hier kann ich Sie nur warnen. In vielen vermeintlichen eBooks stecken nicht nur die Buchinhalte, sondern zusätzlich auch Viren und Trojaner, die dem entspannten Lesen auf Ihrem PC schnell ein Ende setzen könnten. Mittlerweile haben es die Hacker oft im Griff, ihre Schädlinge nicht nur in EXE-Dateien unterzubringen, sondern sie nutzen genau so gut die Formate PDF oder DOC.



Apropos "eBooks suchen" ... Suchen Sie auch immer viel zu spät nach einem passenden Geschenk? Bücher zu verschenken ist sehr beliebt. Wie funktioniert dies nun mit einem eBook? Sie wollen jemandem mit einem Buch eine Freude machen und wissen, dass er z.B. ein Kindle besitzt. Nun, das Buch selbst zu kaufen, ist oftmals keine gute Idee, da es höchstwahrscheinlich einen Kopierschutz besitzt und so nur Sie als Käufer berechtigt sind, es zu lesen. Einfache Lösung: Verschicken Sie einen Gutschein. Als Nachricht können Sie ja den Titel und die ASIN- oder ISBN-Nummer mitschicken, damit der Beschenkte nicht lange suchen muss. Der schöne Vorteil für den Beschenkten: Will er das Buch doch nicht haben, kann er den Gutschein auch für etwas anderes einlösen! Damit sind alle glücklich! Gibt es noch Wichtiges, das Sie beim Downloaden der eBooks beachten müssen? Warten Sie auf den nächsten Post der kleinen KINDLE-Reihe.
Bleiben Sie gespannt!

Lesen Sie bitte auch:
Kindle Touch: Jailbreak kommt in einer MP3-Datei
www.homepage-erstellen.de

Kommentare:

  1. Ich stimme Ihnen zu, was die Gefahren des illegalen Downloads von eBooks betrifft, aber es gibt auch professionelle Autoren, die ihre Bücher - oft mit einer CC-Lizenz versehen - kostenlos zum Lesen und/oder herunterladen anbieten. Ich selbst habe nach einigem Suchen wirklich tolle Romane und Stories gefunden, z.B. die preisgekrönte Callasbox von Seyerlein (http://etkbooks.com/edition/callasbox), den kultigen "Schundroman" Verlangen einer Frau (http://lodernd.at/) oder die stilistisch furiosen Romane und Short Stories der Quandary Novelists (http://www.the-quandary-novelists.com/). Insofern gibt es durchaus Möglichkeiten, mit seinem Kindle legal neue Literatur zum Nulltarif. Und gedruckt gibt es einige der hier genannten Bücher auch.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Anonymus,
      vielen Dank für die wertvollen Ergänzungen, denen ich als IT-Profi nur zustimmen kann. Leider haben aber nicht alle User ihre Systeme so geschützt, dass sie sich gefahrlos auf die Suche im Internet begeben können. Gibt man bei Google z.B. die Eisblumen oder Blutbuchen als Suchbegriff ein, führt Google den unbedarften User u.a. auf eine angeblich norwegische Downloadplattform, bei der mein Viren-Schutz-System sofort Alarm geschlagen hat. Definitiv eine großes Gefahrenpotential! Wer aber damit umgehen kann, wird sich viele weitere Quellen erschließen können! Nochmals Dank für Ihren Kommentar und die Quellen. Und wie gesagt, der Post wendet sich in erster Linie an Neulinge auf dem Gebiet des eBook-Lesens, die einfach auf eventuelle Gefahren hingewiesen werden sollten.
      Ein schönes Wochenende!
      BS

      Löschen
  2. Ich lese gerade Ihr erstes Buch,natürlich auf Papier. Mit dem Kindl bin ich noch stark an Amazon gebunden,was ja auch gewollt ist. Aber dessen Einflussnahme auf den deutschen Buchmarkt gefällt mir überhaupt nicht.Es ist für sie als Schriftstellerin aber auch ein guter Markt,um Ihre Bücher unter die Leser zu bringen.
    Aber mal ehrlich,ein schönes Bücherregal zu hause und dann mit einem Kindl darin.Wie sieht das denn aus?
    Schöne Grüße aus der Altmark!

    AntwortenLöschen
  3. Guten Tag und vielen Dank für Ihre Wortmeldung. Schön, dass Sie mein Buch lesen. Und wenn Ihnen das Blättern in einem Papierbuch gefällt - wunderbar! Ich selbst genieße das auch, allerdings nicht ausschließlich. Gerade auf Reisen habe ich den Vorteil eines Lesegerätes schätzen gelernt, von den anderen Vorteilen des digitalen Buches abgesehen. Aber niemand ist auf Amazon allein angewiesen; auch meine eBooks sind bei vielen anderen Anbietern erhältlich und so hat jeder die Wahl, man kann ein Papierbuch lesen oder sich an einem digitalen Buch erfreuen und auch den Anbieter oder Händler kann sich jeder selber aussuchen. Das finde ich gut.
    Beste Grüße aus dem spätsommerlichen Berlin, Ihre Heike Schroll

    AntwortenLöschen